LINTEL
ENERGIEAUTARK

Das Projekt

Das Projekt „Energieautarker Ortsteil“

Der Rheda-Wiedenbrücker Ortsteil Lintel soll sich langfristig unabhängig mit Energie versorgen können. Dafür wurde auf Initiative der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh Anfang des Jahres das Projekt „Energieautarker Ortsteil Lintel“ ins Leben gerufen. Die Ortsgemeinschaft hat sich zusammen mit dem Kreis und der Stadt 2015 den Weg zu einem ehrgeizigen Ziel gemacht.

 

Projektziel

Was bedeutet „Energieautarkie“ für Lintel überhaupt genau? Der Begriff beschreibt an sich eine gänzlich unabhängige Energieversorgung. Gas oder Holz, welches nicht aus Lintel stammt, wären daher z. B. ausgeschlossen – es dürften nur Ressourcen direkt aus Lintel genutzt werden. Da dies aber viele an sich sinnvolle Maßnahmen ausschließen würde, soll das Projektziel für Lintel leicht abgeändert werden:

Es soll eine größtmögliche Ausschöpfung der Energieeinsparpotenziale und Steigerung der Versorgung durch Erneuerbare Energien erreicht werden.

Beides führt zu einer Senkung von Treibhausgasemissionen, den Hauptverursachern des Klimawandels. Erfolge im Projekt „Energieautarker Ortsteil Lintel“ lassen sich zukünftig also hoffentlich  auch in geringeren CO2-Emissionen pro Kopf nachweisen. Da die verschiedenen möglichen Maßnahmen nur durchgeführt werden, wenn Sie wirtschaftlich sind, ergibt sich daraus für Sie neben der verbesserten Lebensqualität vor allem auch ein finanzieller Vorteil.

 

Projektablauf

Im integrierten Klimaschutzkonzept des Kreises Gütersloh wurde 2013 das Projekt „Energieautarker Ortsteil“ angeregt. Aufgrund der hoch engagierten und motivierten Dorfgemeinschaft sowie einer guten Ausgangsbasis bezüglich erneuerbarer Energien Anlagen wurde Lintel als Ortsteil ausgewählt.

Startpunkt für den Weg hin zur Energieautarkie war die partizipative Erstellung eines Energie- bzw. Quartierskonzeptes. Dies umfasste u. a. eine Bestands- und Potenzialanalyse als Ausgangssituation für das große Ziel Lintel langfristig unabhängig von externer Energieversorgung zu machen. Die nötigen Handlungsfelder und konkreten Maßnahmen des Projekts wurden dabei von den Lintelern selbst bestimmt.

Die grundlegenden Handlungsfelder wurden bei einer Auftaktveranstaltung festgelegt. In drei Workshops folgte dann die gemeinsame Erarbeitung konkreter Projekte und Maßnahmen. Im Sommer 2015 wurde das Konzept fertig gestellt und direkt mit Umsetzung der Aktivitäten begonnen.

Die erste Maßnahme stellte die Gründung des Klimastammtisches Lintel dar. Seit den Lintelern auf dem Gründungstreffen im August 2015 das Konzept in einer bürgerfreundlichen, abgespeckten Version vorgestellt wurde, wird alle 2-3 Monate ein Stammtisch abgehalten. Außerdem wurde im Oktober/November eine kostenlose und neutrale Energieberatung in Lintel angeboten.